Das 59. Reparier Café am 25. Oktober 2019

Es tut sich allerhand in Sachen Umweltbewusstsein und Klimaschutz. Unsere Kinder treten uns in den Hintern, und das mit Recht. Ob wir die Kurve noch kriegen, darf zumindest angezweifelt werden. Denn die gemeinsame globale Anstrengung ist nicht in Sicht. Umso wichtiger sind die kleinen, alltäglichen Anstrengungen, die immer mehr Menschen auf sich nehmen, um den Raubbau an unseren Ressourcen wenigstens etwas zu bremsen. Sie merken schon, liebe Leser, ich bin drauf und dran, Sie und uns zu loben. Wenn wir jetzt im November unser 60stes Reparatur Café veranstalten, dann kann sich das durchaus sehen lassen. In finanzieller Hinsicht, wie auch mit Blick auf die vielen Aha-Erlebnisse unserer Gäste. Denn die meisten von nehmen nicht ein repariertes Gerät wieder mit nach Hause, sondern auch ein echt gutes Gefühl. So wollen wir hoffen, dass sich unsere Wegwerf-Gesellschaft langsam aber sicher in eine Wertschätzungs-Gesellschaft wandelt. Welt retten kann klappen - wenn alle mitmachen!

 

Bei unseren Rettungsbemühungen am 25. Oktober ergab sich ein zwiespältiges Bild. Kombigeräte wie Fax/Drucker lösen bei uns eher Fluchtreflexe aus, weil meist nix zu machen ist. Aber diesmal ging's - wenngleich sich die heimliche Frage stellte, was will der gute Mann heutzutage mit einem Fax? Egal, er zog hochzufrieden des Wegs. Oder der Rührstab. Normalerweise ein hoffnungsloser Fall. Diesmal brachten wie ein Exemplar wieder zum Brummen. Schöne Erfolge insgesamt, aber leider nur mit einer Quote von 50 Prozent. Wir sind halt verwöhnt...

 

Und so ging's zu bei uns:

Zerberus Natürlich freuen wir uns über jeden Gast. Aber eine kritische Eingangskontrolle und die berüchtigte "erkennungsdienstliche Behandlung" mit Ausfüllen des obligaten Fragebogens muss sein.

Nähstube Manch eine(r) biegt dann gleich links ab und landet in der Nähstube, wo sich - Überraschung! - auch die Kaffee- und Kuchentheke befindet. Hier ist gut sein.

Verdrillt Hier ist mal wieder ein mahnendes Wort angesagt! Ob Fön oder Rührmaschine - ein derart verdrehtes Stromkabel wie auf der Vergrößerung hoffentlich gerade noch erkennbar - ist eine Gefahrenquelle erster Güte. Denn irgendwann reisst die Isolierung und die blanken Drähte schauen hervor. Kurzschluss, Stromschlag - alles möglich. Und dafür kann man den Hersteller nicht verantwortlich machen! Gewöhnen Sie sich bitte an, nach jeder Benutzung solcher Geräte das Kabel einfach mal herunterhängen zu lassen, damit es sich zurück drehen kann. Man kann da auch etwas nachhelfen. Es ist so einfach!

Bit Schon oft mussten wir darüber berichten, dass so manches Gerät mit den exotischsten Schrauben versehen ist, für die wir keine Einsätze (Bits) hatten. Mittlerweile verfügen wir über eine stattliche Sammlung davon! Wie heisst es doch so schön: Bitte ein Bit! Na denn Prost.

Glaskugel Hier ausnahmsweise mal ein Blick in unsere Abteilung für Grundlagenforschung. Früher musste man sich mit einer profanen Glaskugel behelfen, um zukunftsweisende Informationen zu bekommen. Unserem Spezialisten N.K. aus K. gelang jetzt eine konkrete Anwendung der Quantenphysik. Ein tiefer Blick in die wabernden Wassermoleküle eines Ultraschall-Reinigungsgerätes brachte es zutage: Wassermoleküle können an zwei Orten gleichzeitig sein. Nämlich drinnen im Behälter und gleichzeitig unter dem Gerät. Es handelte sich bei diesem Gerät um ein sog. Auslaufmodell.